Für unsere Vorfahren, die noch keine Mähdrescher zur Verfügung hatten, bedeuten die Wochen im August und September schwere körperliche Arbeit. Wetterglück und der Segen des Göttlichen waren nötig, um sich einen sorglosen Winter zu sichern. So ist es verständlich, dass die Ernte mit zahlreichen Ritualen und Zeremonien durchgeführt wurde. 
Z.B. gab es einheitliche mit Blumen geschmückte Erntekleidung. Bevor die Arbeit begann, verneigte man sich am Feldrand.

Wenn in der Landwirtschaft die Zeit der intensiven Arbeit dem Ende zu ging, begannen die Märkte, die Ware wurde verkauft und es wurde gemeinsam gefeiert.

Der 21. September, die Tagundnachtgleiche, im Kirchenkalender der Matthäustag, ist ein Tag, der in früheren Zeiten eine herausragende Bedeutung hatte.

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Anfang August (1./2. August) feiern wir das Fest der Schnitterin, das Kornerntefest, genannt „Lammas“.

Dieses Jahr haben wir den so genannten Jahrhundertsommer.

Seit Wochen Sommer, Sonne und Sonnenschein. Die einen freuen sich und die anderen stöhnen und haben große Einbußen. Die Getreideernten fallen dürftig aus, es gibt weniger Futter für die Tiere und leider sind viele Vögel und Insekten bereits verdurstet.

Klimawandel ist ein Thema. Und ebenso, wie wir wohl mit unserem Konsum etwas veränderen können. Das geht schon damit los, nicht mehr das "Billigfleisch" zu konsumieren und der "Geiz-ist-geil-Gesellschaft" den Rücken zu kehren. Die Herstellung von Fleisch und Milchprodukten ist durch den Ausstoß von Treibhausgasen wie Methan und CO2 einer der Hauptverursacher der globalen Erwärmung. Die Zahlen variieren: Einigen Studien zufolge liegt der prozentuale Anteil der Massentierhaltung an den weltweiten Treibhausgas-Emissionen bei etwa 14,5%.Andere Studien schätzen den Anteil der Massentierhaltung sogar wesentlich höher ein, nämlich zwischen 18 % und 30 %. Viele wissen immer noch nicht, dass die Massentierhaltung solche verheerenden Auswirkungen auf die Umwelt hat. Ich finde es sehr schamanisch, sich über unsere Mit-LEBEwesen und über unsere Umwelt Gedanken zu machen. Und darüber, was wir tun können. Wie sehen Sie das? 

Unsere Vorfahren lebten noch anders und mit viel Respekt für Tier und Umwelt. Wie wurde die Zeit um Lammas verbracht?

Nach der Zeit des Reifens, die rund um die Sommersonnenwende war, ist nun eine klare Handlung gefragt. So fordert die Jahreszeit heraus, einen bewussten „Schnitt“ zu setzen, denn die Zeit der Fülle wird vorüber gehen. Das Getreide wird geschnitten, um es nutzen zu können. Dieses Abschneiden ist symbolisch auch der Abschied von der Hitze und der Fülle.

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